KAPITEL VIII,a

Ein kurzer fotografischer Eindruck vom Kermisdahl muss genügen, dann geht es weiter zur Ampelanlage am Klever Krankenhaus. Der Weg auf dem Radweg dorthin zieht sich etwas, besonders ungeübtere Radfahrer dürften ins Schnaufen geraten.
An der Ampel rechts ab, direkt auf die Stiftskirche zu (Nassauer Allee).
Die Südroute der Via-Romana wird mich durch die Klever Innenstadt führen, zunächst vorbei an der Stiftskirche, dann zur Schwanenburg, hinunter in die Geschäftsstraße, am Kaufhof links ab in die Kavariner Straße, vorbei an der Minoritenkirche, dann links in die Minoritenstraße mit Fahrtrichtung Kranenburg...

  

Die Klever Innenstadt begrüßt den Ankömmling mit dem sogenannten "Eisernen Mann", präziser: Cupido-Säule.
Dieter von Levetzow hat die Figur des Liebesgottes geschaffen.
Die Säule selbst steht im Zentrum eines achtstrahligen Sterns aus Kieseln, das Denkmal selbst besteht aus einer Feldschlange und Bombenkesseln.

 

Es ist Mittagszeit, die Sonne brennt jetzt ganz schön ins Genick: Eincremen ist angesagt, dazu meldet sich der grummelnde Magen. Das passt ja gut: gerade hier an der Säule beginnt der Moritzpark. Er liegt geradezu verlassen da, in der Entfernung nur einige Kinderstimmen. Ich fahre durch den Park zu einer Bank mit - von dieser erhöhten Position aus - grandiosem Blick nach Osten ins Klever Land. Herrlich! Pause. Beine ausstrecken. Banane auspacken (selbst die Wespen lassen mich in Ruhe), dazu ein Stück Schinkenwurst (nein, keine Scheiben, da wird - ganz rustikal - gleich ins Stück gebissen). Und: Mineralwasser, noch kühl, schmeckt dem Durstigen wie kaum was anderes.

PAUSE. Für Mann und Material.

Zum Park:
"Der heute Moritzpark genannte Park war einst Lustgarten des "Prinzenhofes", der Residenz des brandenburgischen Statthalters Johann Moritz von Nassau Siegen (1647-1679), der 1664 von Pieter Post angelegt wurde. In einer kleinen Anlage vor dem Park sieht man einen großen Findlingsblock, auf dem die gußeiserne Nachbildung eines Münzportraits des Fürsten angebracht ist."
-Stadt Kleve-

Nach der Mittagspause wird die Klever Innenstadt "in Angriff genommen".
Der mächtige Bau der Stiftskirche (Propsteikirche St.Mariä Himmelfahrt) am Ende der Nassauer Straße  lenkt die Blicke auf sich. Unwillkürlich denke ich an die Schulmessen, denen ich früher als Gymnasiast hier beiwohnte. Der Weg führt unmittelbar am Chorbereich der Kirche vorbei, dann sofort rechts ab zur nahegelegenen Schwanenburg.

Zur Stiftskirche

"Die Kirche steht an der Stelle eines oder mehrerer Vorgängerbauten. Graf Dietrich VIII wählte diese Stelle für sein 1341 vom Monterberg bei Kalkar nach Kleve verlegtes Kollegialstift. 1356 konnte der Chor geweiht werden. Im Jahre 1426 war der Bau vollendet. Im Jahre 1794 erlitt die Kirche beim Einmarsch französischer Revolutionstruppen schwere Schäden und wurde 1803 der Pfarre Kleve zugesprochen. 1944 wurde die Kirche zu einem großen Teil zerstört. 1951 begann der Wiederaufbau.
Besonders erwähnenswert im Innern sind u.a. der restaurierte Marienaltar und der Kreuzaltar im rechten Seitenschiff (in Antwerpen entstanden)." - Stadt Kleve, Text leicht verändert

 

 

 

Was folgt?
Kleve, Bereich Schwanenburg, jüdische Gedenkstätte

- Vorseite -

zurück