KAPITEL IV,b

 Brücke über die B67, Höhe Appeldorn


Bennepweide, dahinter Hanselaer bei Kalkar 

 

Links oben: hier führt der Oyweg über die B67, dann geht es geradeaus weiter (Bild darunter, rechts und links Wiesen). Auf halber Strecke erkennt man in den Wiesen auf der rechten Seite die sehr schöne Dorfkirche von Hanselaer über die Bennepweide hinweg (Foto oben).
In diesem Bereich befand sich zur Zeit von Kaiser Augustus das römische Reiterkastell Burginatium. In Hanselaer - wo ich am übernächsten Tag ja auf dem Rückweg wieder durchkommen werde - steht eine instruktive Tafel am Wegesrand mit folgendem Info-Text:
Die Sicherung der Rheingrenze begann 15 v.Chr. unter Kaiser Augustus und war um 100 n.Chr. beendet. Anders als im süddeutschen Raum war der niedergermanische Limes keine durchgehende Befestigung, sondern ein Flusslimes: eine Straße verband Legionslager (Neuss, Xanten, Nijmegen) mit mehreren Hilfstruppenkastellen, z.B. Burginatium im heutigen Altkalkar.
Die Grenze zwischen Köln und Nijmegen wurde durch Reitertruppen und Legionen geschützt, vermutlich weil dieser Abschnitt besonders gefährdet war. Das Hilfstruppenkastell Burginatium lag zwischen der Grenzstraße und einem Rheinarm. Erbaut um 40 n.Chr., beherbergte es eine Reitereinheit nicht-römischer Rekruten mit 480 Mann.
Das Kastell ist mehrperiodig und wurde von mehreren Einheiten besetzt. Das letzte Kastell war aus Stein und hatte zwei Gräben; dennoch wurde es mehrmals zerstört. Südlich des Kastells liegen Lagerdorf (vicus) und Friedhöfe. Funde im Stadtmuseum Kalkar. Auf dem Monreberg befand sich ein älteres, größeres Lager; seine Funktion ist z.Zt. nicht bekannt.  

Oyweg zwischen Appeldorn und Kalkar, Blickrichtung Kalkar

Oyweg

 

 Oyweg, Ende der Asphaltstrecke

Als der Abzweig der Bennep-Straße sich nähert und der asphaltierte Teil des Oyweges zu Ende ist (Foto links), freue ich mich schon auf Kalkar, dessen berühmte Kirche St.Nicolai mich schon vom weitem über die Baumkronen hinweg zu begrüßen scheint (Foto unten). Weiden, neben der Pappel einer der Charkaterbäume des Niederrheins, begleiten mich mit ihren silbrig-grünen schmalen Blättern bis vor die Tore von Kalkar. Hier gilt es wieder wachsam auf die Beschilderung zu achten, um nicht vom Weg abzukommen...

Blick auf Kalkar vom Oyweg aus

 

 

 

 

Was folgt?
KAPITEL V
Kalkar

 

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