KAPITEL XII,a

Nach etwas längerem Aufenthalt in Donsbrüggen radele ich auf der Via-Romana-Route weiter auf der Mehrer Straße Richtung Mehr (Foto oben links). Vereinzelte Radfahrer, jetzt doch ein frischer Wind, der mir an den Ohren vorbei rauscht. Die Umgebung: flach, fast keine Felder, der Wiesenanteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche dominiert hier im östlichen Ausläufer der Düffel-Niederung. - Kurz vor Erreichen der Ortschaft Mehr, die ebenfalls auf der Rücktour durchfahren wird, geht es an der Kreuzung links ab Richtung Süden (Erlendeich, siehe Foto oben rechts, mit Blick zurück auf die Kreuzung).

Vom Erlendeich aus gleitet der Blick über eine riesige Wiese, es riecht nach extensiver Wirtschaftsweise, im Hintergrund eine größere Pferdeherde, Dohlen krächzen, einige sitzen auf den Holzpfosten, die die Wiesen begrenzen.
Rechts ab in die Straße Klarenbeck. Zweimal halte ich an, um den Charakter der Landschaft (hier wieder Äcker, Gelände liegt etwas höher) festzuhalten (Fotos links): Eine Pappelreihe durchzieht die Szenerie, den Verlauf eines Weges markierend, ein Radfahrer kommt mir entgegen. An dieser Kreuzung werde ich links in die Antoniusstraße einbiegen, um, an der Kirche vorbei, den Ort Nütterden grob von Nord nach Süd zu durchfahren. Ein Blick nach links zeigt mir schon die Kirchturmspitze, eine Wegmarke, die am Niederrhein häufig gut zur Orientierung herangezogen werden kann.

Gegenüber früher hat sich hier, nördlich der stillgelegten Bahnlinie von Kleve nach Nijmegen, nach meiner Einschätzung nicht allzu viel geändert. Als ich wenig später die B9 erreiche und bei den beiden Gasthöfen "Vink" und dem Vereinslokal des SV Nütterden (("Dorfkrug", Foto unten links), für den ich 1969/70 in der A-Jugend und kurz in der ersten Mannschaft gespielt habe, eine Zeit, an die ich gerne zurück denke) die Straße überquere, ändert sich das Bild: vorbei an der alten Schule, erkenne ich so etwas wie ein Dorfzentrum, ein rechteckiger Platz, umgeben von einigen Geschäften, u.a. Eisdiele / Café.
Hier hat sich nun doch einiges getan: ein umfangreiches Neubaugebiet hat das Gesicht des Ortes, der zur Gemeinde Kranenburg gehört, erheblich verändert.
Ich muss weiter, obwohl es reizvoll wäre, hier einen Stopp einzulegen, um alte Erinnerungen aufzufrischen...
An der Römerstraße geht es rechts ab Richtung Frasselt...

 

An der B9 (Kleve-Kranenburg): der "Dorfkrug"     

Blick zurück auf die Antoniusstraße

 

  

Was folgt?
Römerstraße, Frasselt

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