KAPITEL XI

 

Lage und Geschichte
Donsbrüggen liegt zwischen den Städten Kleve und Kranenburg
  nahe der niederländischen Grenze. Durch die Bundesstraße B9, den früheren Post- und Handelsweg, der von Nymwegen in den Niederlanden nach Köln führt, wird das Dorf in zwei Hälften geteilt. Der erste Hinweis in einer Urkunde von 720 oder 722 für die Kirche zum Hl.Petrus in Rindern gibt uns einen Hinweis über einige Orte in der Düffelgau: dort ist Donsbrüggen vermerkt.
Donsbrüggen gehörte im hohen Mittelalter zur Herrschaft Rindern. Noch gegen Ende des ersten Jahrtausends war sie ein Stück eines Grafschaftsverbandes, der sich wahrscheinlich mit der alten Düffelmark deckte. Jedenfalls finden wir hier eine Bezeichnung des kleinsten Gerichtssprengels, der für die Düffel bis zu der 1473 erfolgten Vereinigung mit dem Herzogtum Kleve üblich gewesen ist: die Malschaft. Eine solche Malschaft war Donsbrüggen zu Beginn des 14.Jahrhunderts, als es noch ein Teil der Herrlichkeit Rindern war, die erst zwischen 1347 und 1350 an die Grafschaft Kleve überging.

An der Lambertus-Kirche über die Bundesstraße und rechts ab, den Hang hinunter. Hoppla! Am Platz gegenüber dem Gotteshaus einige Info-Tafeln.  - Bremsen, umkehren, nachschauen. Hier werden detaillierte Informationen über das Dorf Donsbrüggen, die Pfarrkirche und die Mühle geboten. Vorbildlich. Die Informationen gebe ich auf dieser Seite 1:1 weiter.

 

 

Turmwindmühle von 1824
Unmittelbar hinter der Gemarkungsgrenze zwischen Donsbrüggen und Mehr liegt an der rechten Seite die Turmwindmühle mit dem neuerbauten Backhaus. In ihrer Eigenschaft als Baudenkmal, sondern auch unter Betrachtung des überregionalen Einzugsbereiches lohnt sich eine kleine Chronik in Stichworten:

1821

Der Müller Wilhelm Fallier aus Donsbrüggen beantragt beim königlichen Landrat die Genehmigung für den Bau einer Bockwindmühle.

1824

Es entsteht an der Mehrer Straße die heutige achteckige Turmwindmühle.

1932

Ein Brand zerstörte das gesamte Wohnhaus des Müllers. Das nebenstehende Backhaus wird zu Wohnzwecken umgebaut und seit dieser Zeit wird an der Mühle nicht mehr gebacken.

1955 – 1963

Gründliche Restaurierung der Mühle mit Hilfe des Landeskonservators.

1982

Im November diesen Jahres konstituiert sich der „Förderverein Alte Mühle Donsbrüggen – Mühlen – Museum e.V.“.
Dieser Verein hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit dieser Mühle in ihrem ursprünglichen Zustand zu realisieren und die Mühle mit ihren Einrichtungen als Mühlen-Museum zu nutzen.
In den Jahren 1982 – 1985 wurde die Mühle grundlegend renoviert. Seitdem hat die Mühle mit dem Backhaus und dem Mühlen-Museum sich zu einem Magnet entwickelt, der weit über das Klever Land hinausstrahlt.

 

 

Was folgt?
Düffel, Nütterden

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