KAPITEL VII,a  (3.Tag)

 

 

So, da bin ich wieder! Als ich am Stadtrand an der Kalflack entlang radele (oben links), beschließe ich, in Kalkar eine Mittagsrast zu machen. Wie üblich, dient mir eine Bank am Wegesrand gleichzeitig als Tisch und als Sitzmöbel. Schnell finde ich das Gesuchte mit schönem Blick auf die Kalkarer Mühle (für mehr Info bitte auf "Mehr aus Kalkar von Vorgestern" klicken). Power-Riegel und Mineralwasser bilden das Mittagessen (Foto rechts, von der Bank aus gesehen).
Die Beine weit ausgestreckt, geniesse ich den Moment und begreife, dass die Tour sich so allmählich ihrem Ende zuneigt.
Eigenartig: erst Vorgestern habe ich - nur wenig Meter von hier entfernt - die Mühle genauer unter die Lupe genommen, aber es kommt mir vor als, sei schon viel mehr Zeit vergangen. Vermutlich liegt das an den vielen Eindrücken, die inzwischen zu verarbeiten waren.

 

 

 

 

Nach gut 10 Minuten muss es weiter gehen, die letzten etwa 20km wollen noch abgestrampelt werden. Es geht nun nach Hanselaer, bekannt durch seine besonders schöne und malerisch aussehende Kirche (Hanselaer Straße). Den Weg findet man leicht, schon aus einiger Entfernung erkennt man das Kirchlein (oben links).
Kurz vor Erreichen der Antonius Kirche gelange ich zu einem sehr freundlich und informativ gestalteten Rastplatz (Foto oben).
Die Informationstafel, die dort angebracht ist,

Die Sicherung der Rheingrenze begann 15 v.Chr. unter Kaiser Augustus und war um 100 n.Chr. beendet. Anders als im süddeutschen Raum war der niedergermanische Limes keine durchgehende Befestigung, sondern ein Flußlimes: eine durchgehende Straße verband Legionslager (Neuß – Xanten – Nijmegen) mit mehreren Hilfstruppenkastellen, z.B. Burginatium im heutigen Altkalkar.
Die Grenze zwischen Köln und Nijmegen wurde durch Reitertruppen und Legionen geschützt, vermutlich, weil dieser Abschnitt besonders gefährdet war. Das Hilfstruppenkastell Burginatium lag zwischen der Grenzstraße und einem Rheinarm. Erbaut um 40 n.Chr., beherbergte es eine Reitereinheit nichtrömischer Rekruten mit 480 Mann (ala?).
Das Kastell ist mehrperiodig und wurde von mehreren Einheiten besetzt. Das letzte Kastell war aus Stein und hatte mehrere Gräben; dennoch wurde es mehrmals zerstört. Südlich des Kastells liegen Lagerdorf (vicus) und Friedhöfe. Funde im Stadtmuseum Kalkar. Auf dem Monreberg befand sich ein älteres, größeres Lager; seine Funktion ist z.Zt. nicht bekannt.

verdeutlicht wieder einmal, welche Bedeutung die alte Limes Straße in römischer Zeit hatte.
Den Inhalt können Sie links nachlesen!

 

Detail der Informationstafel

 

Was folgt?
Hanselaer, Weg nach Niedermörmter
 

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